Vorsicht Grannen


Vorsicht Grannen – Typische Symptome und was Hundehalter wissen müssen


Fast jeder Hundehalter kennt sie – auch wenn nicht beim Namen: Grannen.
Diese unscheinbaren, kleinen Pflanzenteile können für deinen Vierbeiner gefährlich werden – sogar lebensgefährlich. Deshalb ist es wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und richtig zu handeln.


? Was sind eigentlich Grannen?

Grannen sind borstige Fortsätze von Getreide- und Grasähren. Besonders im Sommer und Frühherbst lösen sie sich leicht von den Halmen und haften mit ihren kleinen Widerhaken am Fell – oder schlimmer noch: sie dringen tief in die Haut und Schleimhäute des Hundes ein.

Ihre Widerhaken machen sie so tückisch, denn sie können sich nicht nur festsetzen, sondern auch weiter durch den Körper wandern – und dabei schwere Entzündungen verursachen.


? Wann ist die Gefahr am grössten?

Vor allem in den trockenen Monaten (Juli bis Oktober) droht Gefahr:

  • Die Ähren sind reif, trocken und brechen besonders leicht ab.
  • Spaziergänge über Felder und Wiesen erhöhen das Risiko enorm.
  • Beim Schnüffeln gelangen Grannen schnell in Nase, Augen oder Ohren.
  • Auch in Achselhöhlen, zwischen den Zehen oder im Fell bleiben sie gerne hängen.

? Typische Symptome – Je nach Fundort der Granne

Hier findest du die häufigsten Symptome, je nachdem, wo die Granne sitzt:

? Zwischen Zehen, Ballen oder an den Krallen:

  • Ständiges Belecken der Stelle
  • Humpeln oder Lahmheit
  • Sichtbare Schwellung
  • Rötungen und Entzündung

?️ Im Augenlid:

  • Zukneifen eines geröteten Auges
  • Reiben oder Kratzen mit der Pfote am Auge

? In der Nase:

  • Häufiges, plötzliches Niesen
  • Reiben der Nase am Boden oder Gegenständen

? Im Ohr:

  • Starkes Kopfschütteln
  • Kratzen oder Schiefhalten des Kopfes
  • Geröteter oder geschwollener Gehörgang

✅ Was kannst du tun, um vorzubeugen?

Ganz vermeiden lässt sich der Kontakt mit Grannen kaum – aber du kannst das Risiko deutlich reduzieren:

  • ? Beobachte deinen Hund während des Spaziergangs – auffälliges Verhalten kann ein erstes Warnsignal sein.
  • ? Fell-Check nach jedem Spaziergang – besonders zwischen den Zehen, in den Ohren und unter den Achseln.
  • ✂️ Fellpflege: Kürze das Fell zwischen den Pfoten, um die Sicht zu verbessern und Grannen schneller zu erkennen.
  • ? Fell leicht anfeuchten – das hilft, Grannen leichter zu entdecken.

❗ Was tun im Ernstfall?

  • Granne sichtbar? → Wenn sie locker sitzt, kannst du sie vorsichtig mit einer Pinzette entfernen.
  • Schwieriger Zugang oder Entzündung?Sofort zum Tierarzt!

Denn: Wandert eine Granne unter die Haut, kann sie schwere Infektionen, innere Verletzungen oder sogar eine Blutvergiftung auslösen. In schlimmen Fällen wandert sie bis zur Lunge oder dem Herzen – mit lebensgefährlichen Folgen.


? Gut zu wissen: Wenn der Hund häufig niest…

Wenn dein Hund auffällig oft niest und der Tierarzt auf eine Erkältung tippt, bitte ihn ausdrücklich, auch die Nase gründlich zu untersuchen – es könnte eine Granne oder ein anderer Fremdkörper dahinterstecken.


? Fazit: Lieber einmal zu viel geschaut…

Grannen sehen harmlos aus – sind es aber nicht. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um deinem Hund Schmerzen und ernsthafte gesundheitliche Folgen zu ersparen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht! ?


 

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